Der junge Sid, Spross der Hongkonger-Unterwelt-Legende Kwan, genießt sein sorgenfreies Draufgänger-Leben in vollen Zügen. Doch als er mit der attraktiven Carmen beim Sex erwischt wird, ist es mit dem Lotterleben vorbei. Denn seine Gespielin ist keine geringere als die Freundin des zwielichtigen und gefürchteten Gangsterbosses Stephen Ma, der sofort Sühne fordert: dem Freizeittrommler Sid sollen beide Hände abgehackt werden. Deshalb wird dieser von seinem Vater, zu dem er nicht gerade das beste Verhältnis pflegt, ins Exil nach Taiwan geschickt. Dort trifft Sid auf eine Gruppe Zen-Trommler, die sich in der Abgeschiedenheit der Berge auf ihre nächste Tournee vorbereiten. Der einmalige Stil ihrer Spiels, eine Kombination aus traditionellem chinesischem Trommeln, Martial Arts und moderner Bühnen-Performance, erregt das Interesse des jungen Mannes und verwandelt ihn schließlich vollkommen ...

Regisseur und Drehbuchautor Kenneth Bi legt mit "Die Reise des chinesischen Trommlers" einen opulenten Mix aus Gangsterfilm und Selbstfindungsdrama mit bildgewaltigen Landschaftaufnahmen und mitreißender Rhythmik vor. Aus der durchgehend gut besetzten Schauspielergarde ragt Jackie Chan-Filius Jaycee in der Rolle des jungen Sid heraus, der in der spirituellen Abgeschiedenheit Taiwans endlich zu seiner Lebensphilosophie findet. Das Trommler-Ensemble wird von dem bekannten taiwanesischen Zen-Trommler "U Theatre" verkörpert, das auch schon auf diversen Deutschland-Tourneen für Furore sorgte.

Foto: Neue Visionen