Der Romanheld Robinson Crusoe, der auf einer unbewohnten Insel zum Überlebenskünstler wurde, ist weltbekannt. Doch kaum einer weiß, dass es diesen Mann wirklich gegeben hat. Im Jahre 1704 wurde der britische Seemann Alexander Selkirk wegen Meuterei auf einer Insel im Südpazifik ausgesetzt. Seine Geschichte diente Daniel Defoe als Vorlage für seinen Roman. Die Insel Más a Tierra, vor der sich die Meuterei vor über 300 Jahren ereignet hatte, liegt 700 Kilometer westlich von Santiago de Chile und war lange nur Eingeweihten bekannt. Auf der Insel, die heute den Namen Robinson Crusoes trägt, soll ein legendärer Schatz des einst mächtigen spanischen Weltreichs verborgen sein. Und so ist das kleine Eiland vor der chilenischen Küste Treffpunkt zahlreicher Glücksritter. Als der amerikanische Geschäftsmann Bernhard Keiser aus Chicago 1970 eine Schatzkarte von der Insel entdeckte, wurde er über Nacht zum Schatzsucher. In seiner Jahre dauernden Suche fand er tatsächlich Hinweise auf die Anwesenheit von Piraten und ihres Schatzes. Am 28. Februar 2010 bebte in Chile die Erde und eine riesige Flutwelle zerstörte die Küsten der Juan-Fernandez-Inselgruppe. Zwei deutsche Geo-Ökologen hoffen nun, auf der durch einen Tsunami zerstörten Hauptinsel des Archipels freigelegte Spuren von Alexander Selkirk und den Spaniern zu finden. Hans-Rudolf Bork und Andreas Mieth kennen Robinson-Crusoe-Island bereits von früheren Exkursionen. Die Dokumentation begleitet ihre Spurensuche nach Robinson Crusoe und seinem Schatz. Die Entdeckung des auf der Insel verborgenen Robinson-Lagers und einer rätselhaften Grabstätte, in der der Schatz versteckt sein soll, wird zum großen Glücksfall für die Expedition der Wissenschaftler.