Der gut situierte Modefotograf Vincent Mandel befindet sich mitten im Scheidungsprozess und kämpft um das Sorgerecht für seine Kinder. Seine Frau Hélène will mit Sohn und Tochter das Land verlassen und vorbildliches Benehmen ist gefragt, wenn er den Fall gewinnen möchte. Doch ausgerechnet in dieser schweren Phase holt ihn ein Schatten der Vergangenheit ein: Sein ehemaliger Mitschüler Plender wurde als Konsequenz eines Streiches, den Vincent ihm gespielt hat, als Kind von einem Clochard missbraucht, wovon sich weder der Junge noch seine Mutter je ganz erholt haben. Der mittlerweile erwachsene Mann verdient seinen Unterhalt mit Erpressungsgeldern von hoch positionierten Herren, die er zuerst in eine Sexfalle lockt und dann mit Fotos terrorisiert. Von Rachegelüsten getrieben macht Plender es sich nun zur Aufgabe, das Leben seines ehemaligen Schulkameraden Vincent von Grund auf zu zerstören. Er verleitet ihn zu einer erotischen Begegnung mit der verführerischen Sofia und hängt ihm dann den Mord an dem Model an ...

Reichlich dämlich stellt sich hier der Protagonist an, denn sollte man sich nicht, wenn man um das Sorgerecht für seine Kinder kämpft, besser von gut aussehenden jungen Damen fernhalten? Von dieser etwas merkwürdigen Drehbuch-Konstellation abgesehen, inszenierte Eric Barbier einen bis zu Ende spannenden wie düsteren Thriller um Schuld und Sühne mit einer durchweg gut aufgelegten Besetzung. Als Femme Fatale ist hier das ukranische Supermodel Olga Kurylenko zu bewundern, die zwei Jahre später als Gespielin von Daniel Craig in "James Bond 007 - Ein Quantum Trost" der internationale Durchbruch gelang. Und als psychopathischer Killer Plender überzeugt der französische Charakterdarsteller Clovis Cornillac, der deutschen Zuschauern aus Filmen wie "Asterix bei den Olympischen Spielen" (als Asterix), "Mathilde - Eine große Liebe" sowie "Lügen & lügen lassen" bekannt sein dürfte.

Foto: ZDF/Thibault Grabherr