Malik (Ahmed Dramé), Mélanie (Noémie Merlant) und Théo (Adrien Hurdubae) gehen gemeinsam in die elfte Klasse, könnten aber verschiedener nicht sein. Nur eins eint sie: Sie fühlen sich von der Welt im Stich gelassen und haben nicht mehr den Willen, etwas an ihrer Situation zu ändern.

So wie sie ist auch der Rest ihrer Klassenkameraden, sodass das Lernen in diesem Umfeld unmöglich geworden zu sein scheint. Erst ihre neue Lehrerin Anne Gueguen (Ariane Ascaride) will für einen Wandel sorgen. Die geduldige Pädagogin hört genau hin, und erkennt schließlich, wie sie das beste in ihren Schülern zum Vorschein bringen kann: In einem Projekt, dass sich mit Kindern im Holocaust beschäftigt, sollen die Jugendlichen erfahren, dass es mehr im Leben gibt.

Leise Töne

Hört man hierzulande von einem Film über eine störrische Klasse und einen neuen Lehrer, denken sicherlich viele an den deutschen Kinoerfolg von 2013: "Fack ju Göhte". Das Grundprinzip mag bei "Die Schüler der Madame Anne" zwar noch übereinstimmen, in der thematischen Gewichtung und Ausführung geht Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar allerdings ganz andere Wege.

Um die Geschichte, die auf wahren Tatsachen beruht, zu erzählen, verfasste sie das Drehbuch gemeinsam mit Ahmed Dramé - einem der Schüler, der an dem Projekt teilnahmen. Dicht erzählt und ohne Längen fängt sie im Dokumentarstil ein Abbild der Stimmung unter den Schülern ein. Dabei konzentriert sich die Handlung leider nur auf das Experiment an sich, ohne die Hintergründe der Figuren näher zu beleuchten.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Die Schüler der Madame Anne":