Clara Billius-Asmussen hat eine Grenze zwischen sich und ihrer Herkunft, der Werften-Dynastie Asmussen, gezogen. Und doch hat sie nie ihre Anteile an der Werft verkauft, die sie seit dem Tod ihrer Mutter hält. Ein Band, das Clara nicht zu lösen wagt. Als der Prototyp einer neuer Frachterserie aus ungeklärten Umständen verunglückt und eine Umweltkatastrophe vor der norwegischen Küste auslöst, muss eine Entscheidung getroffen werden: Soll die Werft an eine Investorengruppe verkauft werden? Leonhard Asmussen, der Patriarch, ist dagegen, genauso wie seine Schwester Thea. Aber sein Sohn Henning beabsichtigt, die anderen Anteilseigner, allen voran seine Schwester Clara, zum Verkauf an eine Bank zu drängen. Er will die Macht seines Vaters brechen und sich mit Hilfe der neuen Eigentümer zum Vorstandsvorsitzenden wählen lassen. Alles hängt nun an Clara. Als ihr Vater einen Schlaganfall erleidet, entsteht ein Strudel, dem sie sich nicht mehr entziehen kann ...

Ganz in der Tradition von "Die Patriarchin" oder auch "Die Rebellin" inszenierte Uwe Janson ("Baal", "Laconia") den Wirtschaftskrimi als etwas zu lang geratenes Familiendrama. Das ZDF bezeichnet es als "spannende Mischung aus Familiensaga, Krimi und düsteren Geheimnissen". Dank der namhaften Besetzung und den schlüssig erzählten Problemen, die - wenn auch in anderen Dimensionen - jede Familie kennt, ist "Schuld der Erben" vor allem eines: gute Unterhaltung.

Foto: ZDF/Hardy Brackmann