Seltsames geschieht im Mühlviertel. Mit aufgeschlitzter Kehle liegt der Bauer tot im Hof. Die Mörderin, die alte Rosalind, hat das blutige Messer noch in der Hand und sagt kein Wort. Im Testament hat der Ermordete verfügt, dass seine Mägde und Knechte den Hof zu gleichen Teilen erben. Sieben von ihnen nehmen die Herausforderung an, obwohl ihnen doch der mächtige Danninger einen guten Preis für den Hof geboten hat. "Das wird ein Unglück geben, wenn ein Knecht ein Herr sein will", sagen die eingesessenen Bauern und rüsten zum Kampf, während die Siebtelbauern sich an die neue Situation gewöhnen müssen.

Im ziemlich krassen Gegensatz zu den schmalzigen Heimatfilmen der Fünfzigerjahre schrieb und inszenierte der ehemalige Werbe- und Videoclip-Regisseur Stefan Ruzowitzky ("Anatomie") ein durchweg realistisches Bauern-Drama, das Betroffenheit auslöst. Kritiker bemängelten, dass der Film stellenweise etwas überladen sei, um diese Wirkung zu provozieren.

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