Der Geschäftsmann Berman mißtraut seiner Frau Kitty. Deshalb heuert er den Privatdetektiv Jake Gittes an, damit er die Schöne beschattet. Dieser ertappt sie tatsächlich bei einem Seitensprung, doch Berman sieht gleich rot und erschießt seinen Nebenbuhler. Gittes ermittelt weiter und stösst plötzlich auf eine Spur, die elf Jahre zurückliegt: Damals wurde Jakes Geliebte Evelyn erschossen. Hängen die Fälle zusammen?

Jack Nicholson hätte es eigentlich wissen müssen: Wer einen Klassiker der Filmgeschichte aufgreift und unter eigener Regie die Hauptrolle spielt, dem ist der Spott sicher. Als er seine Fortsetzung zu Roman Polanskis "Chinatown" präsentierte, bemängelten viele Kritiker die Umständlichkeit der Story. Das Publikum zeigte dem Film gleich die rote Karte, so dass der große UIP-Verleih den Film erst gar nicht in die deutschen Kinos brachte. Erst mit erheblicher Verspätung erbarmte sich der kleine Delta-Verleih. Sicher erreicht "The Two Jakes" nicht die Klasse des Vorgängers, denn Nicholson neigt bei seiner Regiearbeit zu einer gewissen Schlampigkeit. Doch so schlecht, wie er gemacht wurde, ist der Film nicht. Er lässt sich halt viel Zeit für seine sehr komplizierte Story und setzt die Kenntnis von "Chinatown" voraus. Sehenswert sind vor allem Kameraarbeit und Ausstattung, die eine große Stilsicherheit beweisen.

Foto: ZDF/Kineos