Martine reißt aus einer psychiatrischen Klinik aus. Sie schneidet und färbt sich die Haare und reist unter falschem Namen als angebliche Kriminalautorin in das in den Bergen abgelegene Heimatdorf Valmont. Wieder und wieder geht sie Fotos und Zeitungsausschnitte mit dem Bild ihrer Tochter Olivia durch und versucht, ein übersehenes Detail zu entdecken, um zu beweisen, dass es sich nicht um einen Unfall oder Selbstmord handelte. Sie vergleicht alle handschriftlichen Notizen, die sie von Dorfbewohnern hat, mit einem geheimnisvollen Vers, der auf eine Spielkarte geschrieben ist. Als sie dann vor ihrer Haustüre wieder und wieder Gegenstände findet, die mit ihrer Tochter zu tun haben, wird sie immer nervöser. Sind das Drohungen oder Hinweise? ...

Die scheinbare Idylle des verschlafenen Bergdorfs in den Cevennen steht im interessanten Kontrast zu der spannenden Suche nach der Wahrheit. Serge Meynard ist ein unkonventioneller psychologischer Krimi ohne Detektive und Polizisten und mit einem völlig überraschenden Ende gelungen. Der erfolgreich Film- und Fernsehregisseur gewann 1988 den César für den besten Erstlingsfilm.