Martinique, 1930: Während die Erwachsenen für einen Hungerlohn auf der Plantage schuften, gehört die Rue Cases-Nègres den Kindern. Dort lebt auch José mit seiner Großmutter M'man Tine. Ihr gelingt es, ihn in der Gemeindeschule anzumelden, wo er dank seiner Intelligenz ein Stipendium erhält, um in Fort de France weiterzulernen. Seine Großmutter folgt ihm und rackert sich als Putzfrau ab, um etwas Geld zu verdienen. Als sie stirbt, weiß sie, dass José für die Zukunft gerüstet ist und den Kampf gegen die Ungerechtigkeit aufnehmen kann.

Der humorvolle, einfühlsame Film ist ein Loblied auf das republikanische, laizistische Bildungswesen und auf die allgemeine Schulpflicht. Euzhans Palcys einfühlsam inszenierte Alltagsgeschichte ohne dramatische Höhepunkte - in der vorwiegend Laiendarsteller mitwirken - wurde vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem Goldener Löwe in Venedig 1983, dem César (1984) für den besten Erstlingsfilm und 1984 mit dem Oscar für den besten nichtenglischsprachigen Film.