Reykjavik in den Fünfzigerjahren: In Thulekamp, einer ehemaligen Barackensiedlung der amerikanischen Armee, leben die Sozialfälle der Stadt. Obwohl ihr Alltag nicht gerade rosig ist, geben die Bewohner den Mut nicht auf und finden Rückhalt in der Familie und dem regen Gemeinschaftsleben. Aber nicht alle sind zufrieden. Als er von einem Besuch bei seiner Mutter, die nach der Heirat mit einem US-Soldaten die Insel verlassen hat, zurück kehrt, empfindet Baddi für dieses einfache Leben nur noch Verachtung. Besonders der introvertierte Danni, den niemand so ganz ernst nimmt, leidet unter den Launen seines Bruders.

Der wohl bekannteste Regisseur Islands, Fridrik Thór Fridriksson, inszenierte diese atmosphärisch dichte Tragikomödie um das alltägliche Leben einer Familie sowie deren verrückter Nachbarn und Freunde. Nachdem er viele Jahre zuvor den Roman von Einar Kárason gelesen hatte, war er schon seinerzeit von den Figuren völlig fasziniert. Also entwickelte Fridriksson die Idee, einen Film über sie zu drehen. Wie in seinem ersten und zweiten Spielfilm, "Weiße Wale" (1987) und "Kinder der Natur" (1991), war er von diesen Außenseitern, von ihrem besonderen Status in der Gesellschaft, ihrer Lebensapathie und ihren inneren Widersprüchen motiviert. Fridriksson: "Die Geschichte spiegelt die Turbulenz wider, die eine kleine, isolierte Gesellschaft in der Kriegszeit erleben muss, und beschreibt die kulturellen Veränderungen auf Island aufgrund externer (amerikanischer) Einflüsse, sowie die unvermeidlichen Konflikte, die daraus entstehen."