Auf der Flucht vor der argentinischen Militärjunta sind Carlos und Lizzy mit ihrem 10-jährigen Sohn Alex in Westberlin gelandet. Hier leben sie in einer leerstehenden Fabriketage mit weiteren kuriosen Gestalten zusammen. Für den Jungen wird die skurrile WG mehr und mehr zur Familie. Als er telekinetische Fähigkeiten entwickelt, soll er diese erst mal für sich behalten. Derweil gehen die Eltern unterschiedlich erfolgreich ihren Karrieren nach. Lizzy fühlt sich als Journalist in Deutschland bald heimisch, Carlos hingegen träumt als Künstler vom Leben in der Heimat...

Belanglosigkeiten aus dem Emmigrantendasein willkürlich aneinander gereiht. Dass dabei das Gezeigte nicht unbedingt einen Sinn ergeben muss, scheint den Machern ziemlich egal zu sein, zumal nicht klar wird, was nun eigentlich erzählt werden soll: das Leben in der Fremde, das Entfremden der Eltern oder das allmähliche Erwachsen werden des Jungen. Unausgegoren, beliebig und schlichtweg uninteressant. Alejandro Cardenas-Amelio lieferte ein Regiedebüt wie es uninspirierter kaum sein kann. Da wünscht man sich von der ersten Minute an, man hätte es mit einem Werk von Fernando E. Solanas zu tun.

Foto: Farbfilm (Barnsteiner)