Nach einer langen Durststrecke, in der Grundschullehrerin Valentina ihrem Mann, dem talentierten, aber nicht sonderlich erfolgreichen Kunstmaler Harry Petherton, immer wieder den Rücken gestärkt hat, findet der allmählich künstlerische Anerkennung. Doch Harrys und Valentinas Ehe steht unter keinem guten Stern. Harrys Mutter Barbara ist eine exzentrische Ex-Operndiva, die ihre Stimme verloren hat und seither für ihre Umwelt unerträglich geworden ist. Sie kann ihre Schwiegertochter nicht leiden und gibt sich alle Mühe, um sich zwischen Harry und Valentina zu drängen. Mit Erfolg, denn Harry hat nicht die Kraft, seine Mutter mit der nötigen Entschiedenheit zurückzuweisen. Als Valentina endlich den Entschluss fasst, ihren Mann zu verlassen, erleidet Barbara einen schweren Schlaganfall und ist plötzlich bettlägerig. Die Situation wird dadurch auf den Kopf gestellt. Harry steht kurz vor seinem großen Durchbruch und kann sich nicht um seine alles geliebte Mutter kümmern ...

Eine frühe TV-Regiearbeit von Jon Avnet ("Grüne Tomaten"), die er nach seinem eigenen Drehbuch inszenierte. "Drei Engel für Charlie"-Star Farrah Fawcett, die 2009 ihrer Krebserkrankung erlag, ist hier in einer ihren besten Rollen zu sehen - noch vor ihrer ebenfalls beeindruckenden Rolle in "Extremities". Wie sie hier die Schwiegertochter verkörpert, die zwischen Liebe (zu ihrem Mann) und Hass (auf dessen Mutter) schwankt, ist schon beeindruckend, zumal sie ihre eigene Lebenssituation in den Hintergrund drängt, um zu helfen. Ebenso überzeugend spielt Colleen Dewhurst die vor ihrer Krankheit absolut nervende Schwiegermutter, die wohl jeder ohne mit der Wimper zu zucken aus dem Haus werfen würde. Für ihre Rolle erhielt Dewhurst 1986 den begehrten Emmy Award.

Foto: MDR/ARD/Degeto