Und weiter geht es mit der jungen Hunger-Games-Gewinnerin Katniss Everdeen: Aus den Fängen der Machthaber und aus der Arena gerettet, muss sie durch die Rebellen in Distrikt 13 erfahren, dass ihre Heimat, Distrikt 12, dem Erdboden gleich gemacht wurde und dort viele Menschen ihr Leben ließen.

Nachdem sie sich selbst davon überzeugt hat, erklärt sie sich bereit, der Revolution ein Gesicht zu geben. Damit sie aber in Propaganda-Videos authentisch erscheint, geht sie in Kampfgebiete, begleitet von einem Kamera-Team. Als Regierungstruppen ein Lazarett, das Katniss gerade besucht hatte, komplett zerbomben, kennt ihre Wut kaum noch Grenzen.

Während ihr Geliebter Peeta offensichtlich von der Regierung umgekrempelt wurde und für einen Waffenstillstand und Frieden plädiert, versucht sie verzweifelt, für die Befreiung Peetas und seiner Leidensgenossen einzutreten. Dazu erklären sich die Rebellen um Präsidentin Coin erst bereit, nachdem Peeta sie vor einem Luftangriff warnen konnte. Der kostete zwar kein Menschenleben, hat aber alle Gebäude der Aufständischen zerstört ...

Genauso weiter wie in Teil 1 und 2

Wer nun geglaubt hat, dass die böse Allegorie auf die Schrecken des Faschismus im dritten Teil tiefsinniger würde, sieht sich getäuscht. Es geht hier genauso weiter wie in Teil 1 ("Die Tribute von Panem - The Hunger Games") und Teil 2 ("Die Tribute von Panem - Catching Fire") der Bestseller-Trilogie "Die Tribute von Panem", außer dass man diesmal den dritten Band in zwei Teile aufgeteilt hat (damit lässt sich schließlich mehr Geld machen, wie etwa bereits der letzte "Harry Potter" oder "Twilight" gezeigt hat). Das heißt, dass die Geschichte mittendrin einfach aufhört und man bis zum bitteren Ende noch warten muss.

Pathetischer Rebellen-Quark

Von offizieller Seite heißt es mal wieder, dass die Vorlage zwei Filme nötige mache, beweist aber eigentlich nur, dass sich die Filmemacher und Produzenten die Taschen füllen wollen. Denn dramaturgisch hat man sich gegenüber den Vorläufern nichts wirklich Neues einfallen lassen und so plätschert der pathetische Rebellen-Quark betulich vor sich hin.

Aber wer die beiden ersten Teile mochte, wird hier nicht enttäuscht, sondern entsprechend weiter gefüttert. Wer aber die Romanvorlagen schätzt, wird sich wieder ärgern, dass bei den Filmen die Satire kaum bis gar nicht stattfindet.