Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes versucht Andrea Steckenreiter (Mariele Millowitsch, Foto, mit Katharina Müller-Elmau) mehr schlecht als recht, das gemeinsame Lebenswerk, ihren "Kunst und Trödel"-Laden, über Wasser zu halten. In ihre finanziellen Sorgen mischt sich die Trauer um den viel zu früh verstorbenen Wolfgang, dessen Andenken sie eisern behütet. Ihren hartnäckigen Verehrer, den Restaurator Ludwig Reiter, weist Andrea hartnäckig ab. Doch dann gerät ihr Leben völlig aus den Fugen: Wolfgang hatte elf Jahre lang eine Geliebte - die elegante Kunstbuchhändlerin Elisabeth von Greifenstein. Andrea ist fassungslos, macht aus der Not aber eine Tugend, als sie sich mit Elisabeth verbündet, um die drohende Pleite von ihren Geschäften abzuwenden. Als auch noch Andreas Schwiegermutter Lucy zu ihnen stürzt, kann es mit geballter Frauenpower losgehen ...

Dass Regisseur Matthias Tiefenbacher eher für leichtere TV-Unterhaltung steht, wissen wir nicht erst seit Arbeiten wie "Liebe vergisst man nicht", "Liebe und andere Delikatessen" oder "Liebe am Fjord - Sommersturm", obwohl er auch schon bessere Produktionen wie "Freilaufende Männer" und "Das Haus ihres Vaters" in Szene setzte. "Die Trödelqueen - Gelegenheit macht Liebe" ist einmal mehr eine äußerst vorhersehbare wie überkonstruierte Komödie nach einem Drehbuch von Cornelia Willinger, die immer dann ins Klamaukhafte abgleitet, wenn eigentlich inhaltliche Tiefe gefragt wäre. Da nützen auch Mariele Millowitsch und Katharina Müller-Elmau als Rivalinnen, die zu Freundinnen werden, rein gar nichts.

Foto: ARD/Degeto/Elke Werner