Vor 15 Jahren war Bob Parr der Superheld Mr. Incredible - jetzt fristet er als Angestellter einer Versicherung ein eher unscheinbares Leben. Einzige Abwechselung bietet seine Familie. Denn seine Frau sorgte einst als Elastikgirl für Furore und so wundert es nicht, dass auch die Kinder über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen. Da aber heute Superhelden offenbar nicht mehr gebraucht werden, agiert Bob - sozusagen als Hobby - ab und an mit seinem Kumpel im Geheimen. Doch dann bedroht ein garstiger Roboter die Menschheit und Mr. Incredible tritt wieder auf den Plan. Doch für sein Leben in der Vergessenheit hat er Tribut zollen müssen ...

"Die Unglaublichen - The Incredibles" ist das, was James-Bond-Abenteuer immer sein wollten: ein gigantisches Spektakel mit wilder Action, rasanten Szenen, überbordendem Witz und perfektem Timing. Die vorletzte Zusammenarbeit vom Hause Disney mit den Computer-Animateuren von Pixar setzt erneut Maßstäbe. Regie führte diesmal Brad Bird ("Der Gigant aus dem All"), der keine Gelegenheit auslässt, um gekonnt das gesamte Superhelden-Comic-Genre kunst- und offensichtlich lustvoll zu zitieren. So jagt eine originelle Idee die nächste und der Zuschauer hat bei der enormen Vielfalt der Detailverliebtheit kaum noch Zeit zum Atem - geschweige denn zum Lachen. Starke Charaktere, witzige Dialoge und ein liebevoller Umgang mit den Figuren werden hier mit atemberaubenden Bildern aus dem Computer verbunden. Zu dem visuellen Feuerwerk der Extraklasse kommt der brillante Soundtrack von Michael Giacchino, der mit deftigen Big Band- und Orchestersound gekonnt Meister wie John Barry und Lalo Schifrin zitiert.

Foto: Buena Vista