Antoine ist gerade von seiner Freundin Solange verlassen worden. Als er sie am Bahnhof abholen will, wartet dort schon der neue Liebhaber. Tief getroffen in seiner Eitelkeit beschließt Antoine, sich an den Frauen gnadenlos zu rächen. Zusammen mit seinem Freund, dem Buchhändler Jean, entwickelt er einen raffinierten Plan. Er will eine junge, unschuldige Frau finden und sie verführen, um sie dann sitzen zu lassen. Der verhinderte Literat Antoine soll die ganze Aktion in einem intimen Tagebuch festhalten, das Jean dann veröffentlichen will. In Catherine scheint das ideale Opfer gefunden zu sein. Aber der schöne Plan bekommt auf einmal Risse. Der skrupellose Verführer verstrickt sich in unerwartete Gefühle, und Catherine ist längst nicht das naive Häschen, für das Antoine sie gehalten hat.

Regisseur Christian Vincent absolvierte ein dreijähriges Soziologiestudium, bevor er sich an der Pariser Filmhochschule IDHEC bewarb. 1982 wurde sein Kurzfilm "Il ne faut jurer de rien" bei mehreren französischen Festivals mit Preisen bedacht. Mit seinem Langfilm-Debüt "Die Verschwiegene" gelang dem talentierten Jungfilmer dann der endgültige Durchbruch. Schnörkellos und leichtfüßig führt der Regisseur den Zuschauer an einer Parade von Gauklern und Illusionisten vorbei, durchsetzt von ironischen Zwischentönen und leiser Melancholie. Der Film wurde 1990 bei den Filmfestspielen in Venedig mit dem Preis der Internationalen Filmkritik ausgezeichnet.