Einsam sitzt eine Frau in einer Hütte in den österreichischen Alpen und schreibt ihre Geschichte nieder: Mit einem befreundeten Paar kam sie zu einer Berghütte, um ein gemütliches Wochenende zu verbringen. Als aber das Paar von einem Besuch im nahegelegenen Dorf nicht zurückkehrt, macht sich die Frau auf den Weg, um es zu suchen. Doch unterwegs stößt sie auf eine unsichtbare Wand, die sie – wie sie bald herausfindet – gnadenlos von der Außenwelt abschneidet. In völliger Isolation auf sich selbst gestellt, entwickelt sie Freundschaften zu Tieren und muss das Überleben in der Natur lernen ...

Was als Roman (vor allem bei der weiblichen Leserschaft) ein Riesenknüller war, entpuppt sich in der Verfilmung von Julian Roman Pölsler ("Bella Block - Falsche Liebe") als ausgesprochener Blödsinn, der zudem von Martina Gedeck schlecht gespielt ist, denn ihr Sprachduktus zeugt von extremer Langeweile und erzählt von unnötigen Dingen, die dann auch noch ins Bild gerückt werden. Die Allegorie über die Stärken der Frau, die in Isolation zu ihrem tiefen Selbst durch Überwindung ureigener Ängste finden muss, nervt nahezu von Beginn an. Zu wenig logisch sind die Handlungsweisen angesichts des unlogischen Grauens in Form der unerklärlichen wie unüberwindbaren Grenze. Zudem ist die Inszenierung hölzern, holprig und in keiner Weise spannend. Das kann nur jemand geschrieben und inszeniert haben, der die Unbeugsamkeit der Natur hasst. Den Deutschen Filmpreis gab's 2013 für die beste Tongestaltung (!) von Christian Bischoff, Uwe Haußig und Johannes Konecny.



Foto: StudioCanal