München, 1942: Student Hans Scholl will gemeinsam mit seiner Schwester Sophie und einer eingeschworenen Gruppe enger Freunde die Repressalien des Nazi-Regimes nicht weiter hinnehmen. Als sie unter dem Namen "Die Weiße Rose" mit Flugblättern und Wandparolen gegen die politischen Ziele der Nazis vorgehen, ruft das schnell die Gestapo auf den Plan. Dann erwischt sie der Uni-Hausmeister bei einer Flugblatt-Verteilung. Die Mitglieder werden verhaftet und nach einem infamen Schauprozess zum Tode verurteilt.

Michael Verhoeven gelang 1982 ein treffsicheres Porträt des studentischen Widerstands am Beispiel der Geschwister Scholl. Verhoeven inszenierte die Geschichte der Gruppe zum einen wie ein Zeitdokument und zum anderen wie einen spannenden Thriller. Dies ist Geschichtsunterricht der besten Art. Hauptdarstellerin Lena Stolze, die ein Jahr später unter der Regie von Percy Adlon in dem kammerspielartigen Drama "Fünf letzte Tage" erneut in die Rolle der Widerstandskämpferin Scholl schlüpfte, überzeugt hier mit ihrem brillanten Spiel. Für beide Rollen wurde sie 1983 mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.

Foto: Filmverlag der Autoren