Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel, Foto) ist ein Pädagoge, der sich von seinen Schüler duzen lässt. Als an der Schule eine Projektwoche zum Thema "Staatsformen" durchgeführt wird, ist Wenger zunächst sauer, dass er sich nicht der "Anarchie" widmen darf. Stattdessen steht bei ihm die Autokratie auf dem Programm. Was Wenger nicht für möglich hielt: das pädagogische Experiment entwickelt bald eine seltsame Eigendynamik mit katastrophalen Folgen...

Anfang der Siebzigerjahre erschien Morton Rhues Buch "Die Welle", dass er nach einem 1967 vom US-amerikanischen Geschichtslehrer Ron Jones durchgeführten Schulprojekt geschrieben hatte. Mit erschreckendem Ergebnis geht es der Frage nach, ob Faschismus heute wieder möglich wäre. Dank toller Darstellerriege (allen voran ein großartiger Jürgen Vogel) gelang Grimme-Preisträger Dennis Gansel ("Das Phantom", "Napola - Elite für den Führer") ein zwar nicht in jeder Hinsicht glaubwürdiger, aber dennoch tiefsinniger Streifen, der zu mehr als nur kurzem Nachdenken anregt.

Foto: Constantin