Sophie und Hans Scholl sind als bekannteste Mitglieder der Widerstandsbewegung "Weiße Rose" in den Geschichtsbüchern fest verankert. Spielfilme wie "Sophie Scholl – Die letzten Tage" (2005) erinnern an den Mut der beiden Geschwister, die sich mit Flugblättern für humanitäre Werte und gegen die Diktatur des Nationalsozialismus auflehnten.

Aber wer sorgte nach der Hinrichtung von Sophie und Hans für die Weiterverbreitung des Widerstandes? Das ist das Thema von Katrin Seybold, die sich zeitlebens mit der Judenverfolgung und dem Protest gegen die Nazis auseinandersetzte. Sie wollte diesen Menschen eine Stimme geben und sie mit einer Dokumentation würdigen.

Da die Wahlmünchnerin 2012 überraschend starb, setzte ihre langjährige Freundin und Regisseurin Ula Stöckl ihr Werk fort. Sie arrangierte aus dem vorhandenen Material – in Anlehnung an den 2009 von Seybold veröffentlichten Film "Die Widerspenstigen – Zeugen der Weißen Rose" – einen kinematografischen Text, der einer Gruppe Studenten um Hans Leipelt Tribut zollt.

Wider das Vergessen – Huldigung der Courage

Ganz nah ist man an den 14 Zeitzeugen dran, wenn sie über ihre Erlebnisse von damals berichten. Besonders in Erinnerung bleibt die Aussage von Marie-Louise Schulze-Jahn, die erzählt, wie sie damals nach dem Tod von Hans und Sophie Scholl mit weiteren Kommilitonen wie ganz selbstverständlich beschloss: "... also machen wir das weiter".

Dieser Dokumentarfilm hält nicht nur die Erinnerung wach, er macht deutlich, wie wichtig auch heute noch Mut und Widerstand sind.