Nach 14 Jahren kehrt Gregers Werle, der Sohn des Konsuls, dorthin zurück, wo er aufgewachsen ist. Was er vorfindet, verwirrt und entsetzt ihn: Hjalmar Ekdal, sein Jugendfreund, hat inzwischen das ehemalige Zimmermädchen Gina geheiratet: mit ihr, seiner Tochter Hedwig und seinem alten Vater, dem entehrten Hauptmann Ekdal, lebt er in bescheidenen Verhältnissen. Um den Lebensunterhalt zu verdienen, betreiben Hjalmar und Gina ein Fotoatelier - aber Hjalmar überlässt fast alle Arbeiten Gina; er verbringt den Tag damit zu träumen, weltfremden Vorstellungen nachzuhängen und eine große Erfindung zu überlegen. Gregers stellt sich angesichts dieser Verhältnisse eine große Aufgabe: er will Hjalmar die Augen öffnen und ihm die wirkliche Situation bewusst machen...

Eine behutsame Inszenierung des düsteren Schauspiels von Ibsen, in der Regisseur Hans W. Geissendörfer der literarischen Vorlage weitgehend treu blieb. Ohne großen Modernisierungsehrgeiz überzeugt vor allem die Kamerarbeit von Robby Müller sowie das Schauspielerensemble um Bruno Ganz und Heinz Bennent.