Romain ist eigentlich ein oberflächlicher Geselle, der als angesagter Modefotograf der hippen Pariser Szene nur sein Ego pflegt. Als er bei einem Foto-Shooting plötzlich zusammenbricht, glaubt er zunächst, dass er Aids haben könnte. Doch sein Arzt hat eine noch schlimmere Diagnose. Romain hat einen Hirntumor. Da dieser nicht mehr entfernt werden kann, bleiben Romain nur noch wenige Monate auf Erden. So beginnt er sein Leben zu überdenken, schmeißt seinen Freund aus der Wohnung, besucht seine Großmutter - der einzigen Person, der er sein tödliches Geheimnis anvertrauen kann - und lässt sich sogar auf ein kuriosen Angebot eines kinderlosen Paares ein...

Mit einigen humorvollen Einsprengseln schildert François Ozon hier eine ansonsten meloncholische Studie eines Karrieristen, der durch seine tödliche Krankheit zum Umdenken gebracht wird. Dabei gelingt ihm die Gratwanderung zwischen Humor und Melodramatik nicht immer. Dem Hauptdarsteller gelingt die Wandlung vom ekligen Egoisten zum bedauernswerten Sonderling ganz hervorragend, so dass man über die ein oder andere Länge durchaus hinwegsehen kann.

Foto: Prokino