Anfang des 20sten Jahrhunderts muss der geniale Erfinder Alexander Hartdegen den Tod seiner Freundin mit ansehen. Um das furchtbare Ereignisse rückgängig zu machen, experimentiert Hartdegen mit der Zeit. Als er endlich eine Zeitmaschine erfunden hat, stellt er aber fest, dass seine Rettungsaktionen seiner Braut nichts fruchten. So reist der Verzweifelte mit seiner Maschine in die Zukunft. Nach kurzen Zwischenstopps landet er schließlich 800000 Jahre später in einer kuriosen Zukunft. Doch die fast paradiesische Lebensart der Menschen hat eine finstere Seite: In der Tiefe hausende Morloks ernähren sich offenbar von den hübschen Eloys ...

Die Idee, dass ausgerechnet der Enkel des "Zeitmaschine"-Erfinders H. G. Wells die Regie dieser Neuverfilmung der packenden Sciencefiction-Story übernimmt, hatte natürlich was. Doch Differenzen sorgten dafür, dass Simon Wells ("Der Prinz von Ägypten") den Film nicht selbst vollendete. Dies erledigte - allerdings ungenannt - Gore Verbinski. Schaut man sich das Ergebnis an, wundert man sich, dass von der gesellschaftskritischen Grundhaltung des Romans nicht geblieben ist: Vernichtende Kriege finden nicht statt und eine Fülle unnötiger Effekte, physikalische Unmöglichkeiten und hirnrissige Wendungen sowie ein blödsinniger Morlok-Überbau schmälern das Vergnügen ersichtlich. Da weiß man erst, wie gut der gleichnamige Die Zeitmaschine von 1959 mit Rod Taylor ist.

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