Paul Kromberger (Matthias Habich) sieht im Internet das Foto der Opernsängerin Catarina Fabiana (Barbara Sukowa), die seiner verstorbenen Frau wie aus dem Gesicht geschnitten scheint. Daraufhin bittet er seine Tochter, Jazzsängerin Sophie (Katja Riemann), nach New York zu reisen und die ihm unbekannte Dame zu treffen.

Nach ihrer Ankunft schlägt Sophie zunächst große Ablehnung seitens Catarina entgegen, die sich nicht mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen will. Erst mit der Zeit nähern sich die beiden Frauen an und kommen langsam dem Geheimnis um ihre Herkunft auf die Spur.

Frauen, die Geschichte machen

Ihre komplexen Frauenfiguren haben Margarethe von Trotta zu einer der angesehensten deutschen Regisseurinnen gemacht. Mehrere Male hat sie Schwestern ins Zentrum ihrer Inszenierungen gerückt: 1979 veröffentlichte sie "Schwestern oder die Balance des Glücks", zwei Jahre später folgte "Die bleierne Zeit" über die Ensslin-Geschwister, eines ihrer besten Werke.

Im letztgenannten arbeitete sie erstmals mit Schauspielerin Barbara Sukowa zusammen, die nun erneut eine Hauptrolle in von Trottas Drama "Die abhandene Welt" übernahm.

Dieses Mal lässt die Filmemacherin autobiografische Details miteinfließen. Denn auch sie lernte erst nach dem Tod der Mutter ihre ältere Schwester kennen. Dadurch wird das Werk zu einem sehr persönlichen Film, den Riemann und Sukowa mit großer Präsenz tragen.

Außerdem lebt das erst am Ende durchschaubare Familienpuzzle von der Musik – beide Darstellerinnen haben ihre Titel selbst eingesungen.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Die abhandene Welt":