Der bei einer Horde Orang-Utans aufgewachsene Saturnino Farandola erlebt nach seiner Ausbildung zum Seemann die unglaublichsten Abenteuer: er kämpft gegen Piraten, Indianer, Amazonen und Wale, geht mit seiner Geliebten unter Wasser spazieren und reist auf der Suche nach dem Weißen Elefanten quer durch Indonesien.

1879 veröffentlichte der französische Schriftsteller, Maler und Journalist Albert Robida (1848-1926) mit "Voyages très extraordinaires de Saturnin Farandoul" ein Pastiche und zugleich eine Parodie der Romane Jules Vernes, in der auch dessen Romanfiguren In 80 Tagen um die Welt, Herrscher einer versunkenen Welt und Michel Strogoff vorkamen. Anfang des vergangenen Jahrhunderts stieß Arturo Ambrosio, Direktor eines gleichnamigen Filmstudios, auf den Stoff und war sofort Feuer und Flamme, den surrealen wie fantastischen Stoff zu verfilmen. Marcel Fabre (1885-1927, gebürtig Marcel Fernandez Perez, der auch in der Hauptrolle des Saturnino Farandola zu sehen ist) und Luigi Maggi (1867-1946) wurden als Regieduo verpflichtet und schufen einen frühen Abenteuerstreifen, der in der restaurierten Fassung mit neu komponierter Musik auch heute noch fasziniert. Schade nur, dass nur vier Episoden erhalten sind, die restlichen 14 Episoden, die alle eine Lauflänge von etwa 20 Minuten hatten, sind bis heute verschollen.



Foto: arte F/Lobster Films