Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewinnt die Arbeiterfrau Maria Larsson in Schweden bei einer Lotterie eine Fotokamera. Doch erst Jahre später fasst sie den Entschluss – motiviert von einem charmanten Fotoladenbesitzer – mit dem Apparat auch Bilder zu machen. Ihr Mann allerdings, ein Trinker, Raufbold und Frauenheld, hält nichts vom Fotografieren, auch wenn sich seiner Frau dadurch eine neue Welt eröffnet ...

Regisseur Jan Troell zählt zweifellos zu den großen des schwedischen Kinos. Auch im hohen Alter hat er einen zumindest teilweise beeindruckenden Film inszeniert, der die Geschichte einer scheuen Frau erzählt, die schließlich aus dem Schatten ihres herrischen Mannes (hier eindrucksvoll von Mikael Persbrandt interpretiert) tritt und als Vorreiterin der Fotografie in Schweden wurde. Leider schwelgt Troell hier zu sehr in nostalgischen Bildern, dass man manchmal gar nicht glauben mag, dass es sich um eine Arbeiterfamilie handelt, da die Kinder komplett neu eingekleidet sind. Darunter leider eindeutig die Authentizität der Geschichte. Dennoch erhielt der Film in Schweden 2009 sechs Guldbagge Awards.

Foto: Nille Leander