Fünf Jahre lang sitzt Architekt Phillip Braun unschuldig im Gefängnis; ihm wird ein Verbrechen angelastet, das auf das Konto des Bauunternehmers Lasky geht. Nach seiner Entlassung versucht sich Phillip wieder in seinem Leben einzurichten, doch seine Frau Lisa ist in der Zwischenzeit umgezogen, und sein Sohn begegnet ihm mit befremdender Kühle. Außerdem wächst in ihm der Verdacht, dass Lisa mit seinem Freund und Anwalt David ein Verhältnis haben könnte...

Ein kriminalistisches Kammerspiel aus der Zeit, als Filmmogul Eichinger noch keine bombastischen Bestseller-Verfilmungen à la "Das Geisterhaus" produzierte. In "Die gläserne Zelle" lotet Regisseur Hans W. Geissendörfer das Verhältnis zwischen moralischer Schuld des einzelnen und der sozialen Verantwortung des Ganzen aus. Er verfilmte später mit "Ediths Tagebuch" (1982) einen weiteren Highsmith-Stoff, jedoch mit deutlich weniger Erfolg.