Susanne führt ein aufregendes Doppelleben als tugendhaftes Mädchen in ihrem Heimatdorf und mondäne Verführerin in Paris. Hier lernt sie René kennen und will ihn für sich gewinnen. Doch sie hat eine adelige Konkurrentin. Ein munteres Dreiecksverhältnis beginnt, in das sich natürlich auch diverse Moralapostel einmischen ...

Nach der gleichnamigen Operette des Hamburger Komponisten und Dirigenten Jean Gilbert (1879-1942), der 1933 aus Deutschland nach Argentinien emigrierte, drehte Regisseur Richard Eichberg diesen flotten Mix aus Operettenverfilmung und Stummfilmkomödie. Basierend auf der literarischen Vorlage "Fils à Papa" von Antony Mars und Maurice Desvallières, spielt die deutsche Stummfilmdarstellerin Ruth Weyher, die ihre Karriere 1932 nach ihrer Hochzeit beendete, die Titel gebende Susanne, die es auf den schönen René alias Willy Fritsch abgesehen hat. "Die keusche Susanne" war der erste gemeinsame Filmauftritt von Fritsch und Lilian Harvey (Eichberg hatte sie schon im Teenageralter entdeckt), die mit Filmen wie "Die Drei von der Tankstelle" und "Der Kongress tanzt" zum Traumpaar des deutschen Kinos der Dreißigerjahre wurden.

Foto: Filmmuseum Potsdam