1943 fügen Titos Partisanen den deutschen Truppen in Bosnien empfindliche Verluste zu. In einem Reservelazarett am Rande der Kampfhandlungen leistet die junge Kinderärztin Helga Reinbeck ihren Dienst als Krankenschwester. Eines Tages erscheint Militza, eine junge serbische Bäuerin, im Lazarett und bittet um Hilfe für ihr krankes Kind. Helga folgt ihr bereitwillig in ein Dorf, wo sich die Bäuerin als Mitglied einer Partisanengruppe entpuppt. Unter Waffengewalt zwingt man die Deutsche, den schwer erkrankten Arzt der Widerstandskämpfer zu operieren. Als jener stirbt, muss Helga die medizinische Versorgung der Partisanen übernehmen. Nachdem im Lager Typhus ausbricht, erkennt sie die Notwendigkeit des Bleiben...

Helmut Käutner inszenierte einen realistischen, zeitbezogenen Stoff, der eindringlich an den Willen zur Versöhnung appelliert. Im Kriegsfilmgenre stellt "Die letzte Brücke" in den Fünfzigerjahren eine Ausnahme dar. "Hier endlich sind Soldaten, wie Soldaten waren: weder Übermenschen noch Unmenschen. Sondern Menschen", schrieb Gunter Groll 1954 in der Süddeutschen Zeitung und beschreibt damit die besondere Qualität dieses Melodrams, das auch heute noch vor dem Hintergrund der ethischen Konflikte im ehemaligen Jugoslawien überzeugt und durch die sensible Kameraarbeit von Elio Carniel beeindruckt. Die österreichisch-jugoslawische Koproduktion fand bei ihrem Erscheinen große Beachtung und wurde u.a. 1954 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes mit dem Internationalen Preis der Jury sowie dem OCID-Preis ausgezeichnet.