Paris 1942 unter der deutschen Okkupation: Schauspielerin Marion Steiner leitet das kleine "Théâtre "Montmartre", seit ihr Ehemann, Theaterdirektor Lucas Steiner, ein deutscher Jude, das Land angeblich verlassen hat. In Wahrheit versteckt sich der Verfolgte im Keller des Theaters vor den Nazis ...

"Die letzte Metro" gehört zu den letzten Filmen des 1984 verstorbenen Regisseurs François Truffaut. Wie schon in "Die amerikanische Nacht" (1972) schildert Truffaut die emotionalen Beziehungen in einer Gruppe von Schauspielern während ihrer Arbeit. Dass diese in einer politisch gefährlichen Zeit auf der Bühne stehen, macht die Studie für den Zuschauer zusätzlich spannend. Die besondere Situation im "Montmatre" ist darüber hinaus erotisch pikant. Während sich die neue Theaterchefin mit Antisemiten, faschistischer Zensur, einem Kollaborateur und den Schauspielern herumschlagen muss, erlebt ihr Mann im Keller die Ereignisse und Affären im Theater über die Lüftungsschächte bloß akustisch mit. Auf diese Weise muss er auch miterleben, dass sich seine Frau in einen jungen Kollegen verliebt hat. Der Film wurde 1981 mit zehn (von 12 möglichen) Césars ausgezeichnet, darunter für den besten Film; ebenfalls 1981 gab es außerdem eine Oscar-Nominierung für den besten ausländischen Film.

Foto: Concorde