Damit hat der junge Elektirker und Gewerkschaftssekretär Jacques Gaillac nun gar nicht gerechnet: der kleine Angestellte der Pariser Oper wird zum Minister ernannt. Die neugewonnene Macht verändert ihn jedoch zusehends; irgendwann sieht er sich als ein von der Vorsehung bestimmter Staatsmann. Beruflich droht er alles zu verlieren, und auch die Beziehung zu seiner seine Geliebten, der hübschen und klugen Tänzerin Susanne, steht bald auf dem Spiel ...

Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Robert de Flers und Francis de Croisset inszenierte Jacques Feyder ("Anna Christie") diesen Stummfilm mit kritischen Spitzen gegen Gewerkschaften und Bürokratie. Erst nach monatelangen Verhandlungen mit der französischen Regierung von 1929 konnte Feyder "Die neuen Herren" in den Kinosälen zeigen. Feyder greift nicht nur die Blindheit und Korruption der Arbeiterklasse oder Gewerkschaftsbewegung an, sondern auch das gesellschaftliche und politische System, das bei geringen Veränderungen doch stets dasselbe bleibt.

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