Mit einem Koffer Schwarzgeld auf der Rückbank wird der italienische Geschäftsmann Alfredo Rossi auf einer Fahrt durch die Schweizer Berge von einer mysteriösen Motorradfahrerin abgelenkt. Die sirenenhafte Schönheit im schwarzen Lederanzug bringt ihn dazu, ihre Verfolgung aufzunehmen, woraufhin er mit seinem Maserati eine Panne hat. Ein alter Mann nimmt ihn auf seinem Pferdewagen mit auf eine in der Nähe gelegene Burg. Dort wird er von vier pensionierten Juristen auf das Herzlichste empfangen und eingeladen, über Nacht zu bleiben. Im Laufe des festlichen Abendessens verwickeln sie ihn in ein Rollenspiel, in dem er bei einer Gerichtsverhandlung die Rolle des Angeklagten übernimmt ...

Frei nach Friedrich Dürrenmatts Novelle "Die Panne" inszenierte Regisseur Ettore Scola diese intelligente Mischung aus Satire und Kammerspiel, in der der italienische Charakterdarsteller Alberto Sordi (1920-2003, "Der weiße Scheich") in der Rolle des Geschäftmannes glänzt, der einen denkwürdigen Abend und einen überraschenden Morgen erlebt. Ein eher unbekannteres Werk Scolas, für das er zusammen mit Sergio Amidei ("Es war Nacht in Rom", "Rom, offene Stadt") das Drehbuch schrieb.

Foto: arte/Sony Pictures Television Inc.