Romain, mit 18 Jahren der jüngste Sohn einer französischen Familie, ist frustriert darüber, dass er als einziges Familienmitglied noch keinen Sex hatte. Nachdem er als Mutprobe im Unterricht onaniert und erwischt wird, suspendiert ihn der Direktor vorerst von der Schule. Dadurch wird Romains Mutter Claire endlich klar, dass sie nichts über das Sexualleben ihrer Kinder weiß und möchte in der Familie einen offeneren Umgang mit dem Thema fördern. Schließlich sammelt Romains älterer Bruder Pierre längst Erfahrungen zu dritt, Tochter Marie hat einen festen Freund und selbst der verwitwete Vater von Claires Mann Hervé erzählt freimütig, dass ihn zweimal monatlich eine Prostituierte besucht ...

Mit ihrer Dogma-Trilogie "Lovers", "Too Much Flesh" und "Being Light" hat das französische Regie-Duo Jean-Marc Barr und Pascal Arnold schon einmal die Grenzen von Liebe und Freiheit ausgelotet. In "Die sexuellen Geheimnisse einer Familie" setzen die beiden auf die natürliche, freundliche und glaubwürdige Darstellung von Sexualität, die das Geschehen geschickt zwischen Erotik und Banalität platziert. Auf eine alltägliche Art porträtiert der Film, wie sexuelle Sehnsüchte über drei Generationen hinweg ausgelebt werden ohne dass jemand zu Schaden kommt. Hauptdarsteller Mathias Melloul ("Barfuß auf Nacktschnecken") weiß dabei als schüchterner Romain zu überzeugen.

Foto: ZDF/Jean-Marc Barr/Alamode