Betrübt vom frühen Tod seiner Frau, lebt ein Viola-Spieler mit seinen beiden Töchtern von der Gesellschaft zurückgezogen, um seinem tiefen Schmerz einen vollendeten Ausdruck in seiner Musik zu verleihen. Als er nur widerwillig einen karrieresüchtigen Schüler aufnimmt, der bald am Hofe Ludwigs XIV. Karriere macht, kommt es zum Bruch, bis der Schüler sich auf die wahren Werte der Musik besinnt.

"Die siebente Saite" ist ein meisterhaft inszeniertes Porträt zweier französischer Barockmusiker des 17. Jahrhunderts. Regisseur Alain Corneau plante ("Jenseits aller Regeln") schon lange einen Film über französische Barockmusik. 1989 traf er Pascal Quignard, der bereits ein Buch über die Viola da Gamba verfasst hatte und für Corneau der geeignete Autor zu sein schien. Quignard stimmte zu, den Stoff für den Film zu liefern. Weil er jedoch keine Erfahrung im Drehbuch-Schreiben hatte, verfasste er einen Roman, aus dem Corneau das Drehbuch entwickelte. Quignard stieß auf die Figur des Marin Marais, vielleicht der bekannteste und eindrucksvollste Cellist des 17. Jahrhunderts, und dessen Meister Sainte Colombe, von dessen Lebenslauf es nur bruchstückhafte Überlieferungen gibt. Die Genialität der beiden Musiker ist jedoch bis heute unumstritten und lebt durch ihre Kompositionen weiter. Der Cellist Jordi Savall, der die Musik zum Film schuf, hatte vorher keinerlei Erfahrungen mit Filmproduktionen, erkannte aber, dass "Die siebente Saite" nicht nur ein "Musikfilm", sondern ein "Film über Musik" werden sollte.