Nach langen Jahren zum ersten Mal in seine Heimatstadt Lyon zurückgekehrt, hat der renommierte Biologe Frédéric Lemoyne eine Rede auf seinen Vater, der als Résistancekämpfer und Helfer der Juden gilt, zu halten: Ein Platz soll nach ihm benannt werden. Doch dann stößt Frédéric auf immer mehr Anzeichen, die alle darauf deuten, dass seine solide großbürgerliche Herkunft eine ganz andere war, als er immer geglaubt hatte. Denn mehr und mehr verhärtet sich der Verdacht, dass sein „heldenhafter“ Vater sich das Geld seiner jüdischen „Freunde“ unter den Nagel gerissen hat...

Dem Schauspieler François Marthouret ("Balzac - Ein Leben voller Leidenschaft", "La bicyclette bleue") gelang mit seinem Regie-Debüt ein ergreifender Krimi, der großen Wert auf die Psychologisierung legt und der detailfreudig erschütternde Einzelschicksale nachfühlen lässt. Mit dem immer noch heiklen Thema zeigt er auch das Unrecht gegenüber den Juden, das während der deutschen Besatzung von französischer Seite ausging. Das Debütwerk wurde gleich mehrfach preisgekrönt.