Pierre Lachenay ist 43 Jahre alt, Herausgeber einer Literaturzeitschrift und seit zehn Jahren glücklich verheiratet. Auf einer Vortragsreise nach Lissabon lernt er die attraktive Stewardess Nicole kennen und verliebt sich leidenschaftlich in sie. Sie treffen sich an der Hotelbar, reden lange miteinander und verbringen die Nacht zusammen. Zurück in Paris, entwickelt sich ihr Verhältnis bald zu einem nervenaufreibenden Versteckspiel. Pierre fürchtet ständig, erkannt und verraten zu werden. Zu einem Vortrag nach Reims eingeladen, nimmt er Nicole mit, um mit ihr zwei Tage in der Anonymität der Provinz zu verleben. Aber seine Unruhe lässt keine wirkliche Entspannung aufkommen. Und Franca, seine Frau, hat bereits Beweise für seine Untreue und verlangt die Scheidung. Pierre ist zwischen beiden Frauen hin- und hergerissen ...

"Die süße Haut" ist die Geschichte einer großen Leidenschaft mit tödlichem Ausgang. Ein Film über die Liebe und deren Unmöglichkeit, gleichzeitig aber auch über die Schwierigkeit der Kommunikation und die Einsamkeit des modernen Menschen. Truffauts flüssiger, verknappter Erzählstil ist von einer souveränen, leichtgewichtigen Eleganz. Dass der Film so mitreißend unterhält, liegt neben der brillanten Inszenierung auch an der kongenialen Musik von Georges Delerue, der seit "Schießen Sie auf den Pianisten" die Partituren zu Truffauts Filmen geschrieben hat. "Die süße Haut" gelangte seinerzeit in einer um sechs Minuten gekürzten Fassung in die bundesdeutschen Kinos.

Foto: Studiocanal