Es ist Weihnachten und Ester erträgt ihren Alltag mit Ehemann Allan, einem ausgemachten Langweiler, ihren erwachsenen Kindern und Enkeln nicht mehr. Da wird die 60- jährige ans Sterbebett ihrer Tante gerufen, wo sie beschließt, ihr Leben radikal umzukrempeln. Sie lässt nicht nur die Familie, sondern auch ihr muttchenhaftes Styling hinter sich, bringt ihren Körper durch Fitness in Schwung, lässt sich tätowieren - kurz, sie wird ein neuer Mensch. Und diese neue Ester möchte auch ihre seit langem brachliegende Sexualität ausleben, doch wo kann man als Frau jenseits der Lebensmitte einen Partner finden? So besucht sie Beerdigungen verstorbener Frauen und bietet den Witwern Trost und Zuspruch. Bald hat sie auf diese Weise eine abwechslungs- und spannungsreiche Palette von Liebhabern zusammen: einen sangesfreudigen Blumenzüchter, einen berühmten Geigenvirtuosen, einen betuchten Werbefachmann und einen Juristen mit einer ausgeprägten Leidenschaft für gutes Essen. Bei dieser Vielfalt bleibt es nicht aus, dass Ester in eine Verwirrung der Gefühle und ihres Terminkalenders gerät...

Mit der überzeugenden schwedischen Filmdiva Mona Malm in der Hauptrolle gelang dem 1942 geborenen TV-Regisseur Lars Molin - er starb im Februar 1999 an einem Herzinfarkt - ein brillanter Mix aus Drama und Komödie über die Freude und Lust am Leben. Mona Malm begann ihre Karriere in den 40er Jahren, spielte auch unter der Regie von Größen wie Ingmar Bergman in Filmen wie "Das Lächeln einer Sommernacht", "Das siebente Siegel", "Ach, diese Frauen" und "Fanny und Alexander". Einer ihrer Liebhaber wird von Erland Josephson verkörpert. Josephson ("Szenen einer Ehe") gehörte ebenfalls zur Stammbesetzung in Bergman-Filmen.