Im Spätsommer des Jahres 1944 hat sich ein Trupp abgekämpfter deutscher Soldaten in einem französischen Dorf auf eine kurze Ruhepause eingerichtet. Der junge Offizier der Gruppe wurde lebensgefährlich verwundet. Bewaffnete Männer der Résistance haben sich in der Kirche eingeschlossen. Für das Dorf - für den Empfang der amerikanischen Truppen schon festlich geschmückt - scheint der Frieden plötzlich wieder aufgeschoben. Die Deutschen aber wollen nicht mehr kämpfen, nur noch überleben. Während im Nachbarort Hilfe für die eingeschlossenen Widerstandskämpfer organisiert werden soll, verhandeln die Deutschen mit dem Bürgermeister des von ihnen besetzten Dorfes. Es wird vereinbart, dass die Soldaten um 17.00 Uhr ihre Waffen niederlegen. Diese Nachricht gelangt auch ins Nachbardorf, wo sie mit Genugtuung aufgenommen wird. Statt in einen blutigen Kampf zu ziehen, feiern die Franzosen das für diesen Landstrich endgültige Kriegsende. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass sie sich zu früh gefreut haben.

Das Spielfilmdebut des französischen Regisseurs Jean Dewever ist ein Plädoyer gegen den Krieg. Erzählt wird von der Friedenssehnsucht der Menschen auf beiden Seiten - aufrüttelnd, erschütternd und zu jeder Zeit nachdenkenswert. Der Film vermeidet künstlich hervorgehobene dramatische Effekte, statt dessen richtet er das Augenmerk auf innere menschliche Spannungen.