Im Paris Anfang der 1970er Jahre erlebt der Student Gilles die aufgeladene politische Aufbruchstimmung hautnah. Er engagiert sich in politisch aktiven Kreisen, schließt sich einer radikalen Gruppierung an, probt die Rebellion gegen das Establishment. Dabei lernt er die reizende wie kämpferische Christine kennen und verliebt sich prompt. Gilles entdeckt nicht nur seine Gefühle, sondern seine Affinität zur bildenden und filmischen Kunst. Doch erst einmal lässt er sich darauf ein, mit einer Gruppe seiner neuen Freunde nach Italien zu gehen ...

Regisseur Olivier Assayas hatte bereits mit "Carlos - Der Schakal" bewiesen, dass er es vortrefflich versteht, vergangene Zeiten noch einmal aufleben zu lassen. Diesmal tauchte er in seine eigene Vergangenheit ein und bebilderte seine Jugenderinnerungen. Dabei ging er zwar ab und zu recht fahrig zu Werke, vermittelt aber dennoch ein packendes Bild jener wilden Zeit zwischen politischem Aktivismus, Liebe und ungewisser Berufsfindung. Entsprechendes Zeitkolorit und die meist guten Darsteller sorgen für durchaus gehobene Unterhaltung.



Foto: NFP/Toma Baqueni