Anlässlich seines 200. Geburtstages wird im Jahr 2005 weltweit des großen dänischen Dichters und Schriftstellers Hans Christian Andersen gedacht. Vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan - das Leben des Hans Christian Andersen besitzt eine dramatische Spannweite. Es ist bestimmt von Sehnsucht, Hoffnung und Trauer, von Erfolg und Tragik und besonders von unerfüllter Liebe. Er verbrachte seine Kindheit als Sohn einer alkoholkranken Waschfrau und eines armen Schusters. Seine blühende Fantasie ist bereits in den Kinderjahren Ersatz für die harte Wirklichkeit. Aus seiner Feder entstehen nach abenteuerlichen Reisen in den Süden - unter anderem nach Rom und Neapel - Märchen wie "Die kleine Meerjungfrau", "Das hässliche Entlein", "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" und "Die Prinzessin auf der Erbse". Alle handeln sie mehr oder weniger vom Leid und den Entbehrungen des Dichters, der sein Leben als Märchen versteht. Ab 1840 ist Andersen wohl der berühmteste Däne seiner Zeit, ein internationaler "Star". Nur in seinem Heimatland begegnet man ihm noch zurückhaltend. Dort wird er erst 1867 zum gefeierten Ehrenbürger seiner Vaterstadt Odense ernannt. Tausende bereiten ihm in den hell erleuchteten Straßen einen begeisterten Empfang. Nur wenige Jahre später erkrankt er an Krebs und stirbt. Kurz zuvor träumt er noch, er habe tot in einem Graben am Weg gelegen und bunte Blumen seien aus seinem Körper gesprossen. Das Dokudrama "Die wundersamen Reisen des Hans Christian Andersen" verknüpft historisches Material mit Spielfilmsequenzen. Der dänische Theater- und Kinostar Lars Mikkelsen verkörpert Hans Christian Andersens außergewöhnlichen Lebensweg vom armen Schusterjungen zum gefeierten Märchendichter als "innere Reise" eines zutiefst zerrissenen Menschen.