Am Ende eines Arbeitstages geht der Industriedesigner Glauco zu seiner kranken Frau nach Hause. Während er das Abendessen vorbereitet, findet er einen alten Revolver und reinigt ihn. Er speist, schläft mit dem Dienstmädchen, erschießt seine Frau und verlässt mit Koffern das Haus. Mit einer Segelyacht reist er nach Tahiti ...

"Dillinger ist tot" war einer der wichtigsten Filme des italienischen Regisseurs Marco Ferreri. Die innere Logik einer aberwitzigen Handlung prägte auch dieses Werk. Ferreri war der Anachronismus in Person, lakonisch, frappierend wie eben auch diese bissige Satire, die 1969 für die Goldene Palme in Cannes nominiert war. Hauptdarsteller Michel Piccoli arbeitete fünf Jahre später erneut mit Ferreri zusammen, als sie dessen orgiastischen Skandalfilm "Das große Fressen" verwirklichten.

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