Jules, ein junger Mofa-Postbote in Paris, hat ein großes Idol: die schöne Opern-Diva Cynthia. Leider gibt es von ihr keine Schallplatten, weshalb Jules sich dazu hinreißen lässt, von einem Konzert der Diva einen illegalen Mitschnitt auf Band zu ziehen. Seitdem geht es in Jules Leben um einiges turbulenter zu: Ein Ex-Callgirl steckt ihm tags darauf zu allem Überfluß noch ein Tonband zu, das einen gefährlichen Unterweltboss belastet, und die Jagd kann beginnen - auf den armen Postboden und die beiden Tonbänder, die pausenlos verwechselt werden ...

Das Erstlingswerk des französischen Regisseurs Jean-Jacques Beineix ("Mortal Transfer") schlug nicht nur in Frankreich zu Beginn der Achtziger ein wie eine Bombe. Ihm war tolles Unterhaltungskino gelungen, das Spannung, Witz, gute Musik und unverbraucht-beschwingte Darsteller zu einem harmonischen Ganzen verband. Das New-Wave-Zeitalter hatte sozusagen eine neue Bildersprache gefunden. Nicht zuletzt lebt der Film von den Gesangseinlagen einer echten Diva, der farbigen Opernsängerin Wilhelminia Wiggins-Fernandez.

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