Die Geschwister Rahima und Nedim sind nach dem Bosnienkrieg Waisen. Wie eine Mutter sorgt sich die 23-jährige Rahima um ihren 14-jährigen Bruder. Um ihren Lebensunterhalt zu sichern, schuftet die gläubige junge Frau in einer Küche, während ihr Bruder zunehmend die Schule schwänzt und auf die schiefe Bahn gerät. Als Nedim sich eine Prügelei mit dem Sohn des lokal einflussreichen Regierungsrat Melic liefert, eskaliert die Situation ...

Die 1976 in Sarajevo geborene Regisseurin Aida Begics ("Snijeg") schuf ein bedrückendes Sozialdrama, dass sie aus der Perspektive der jungen weiblichen Protagonistin schildert. Sie beschreibt den harten, alltäglichen Überlebenskampf nach dem traumatisierenden Krieg. Düster und niederschmetternd, aber stimmig und intelligent erzählt, thematisiert Begics auch die Folgen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit. "Djeca" wurde 2012 in Cannes und auf dem Sarajevo Film Festival ausgezeichnet.



Foto: Barnsteiner