Eine kleine Stadt in der Emilia Romagna, im Norden Italiens, am Ufer des Po. Soeben hat der Kommunist Peppone die Wahl zum Bürgermeister gewonnen. Schon bald gerät er in Konflikt mit dem anderen Repräsentanten der Öffentlichkeit, Dorfpfarrer Don Camillo. Einig sind sich die beiden nur, wenn es um konkrete, persönliche Hilfe geht. Ein verzweifeltes Liebespaar, das sich in den Fluten des Pos ertränken will, retten sie daher gemeinsam. Ansonsten bleibt es offiziell beim Streit. Als der impulsive Übereifer Don Camillos eines Tages selbst seinen Vorgesetzten zu viel wird, wird er in eine kleine Berggemeinde strafversetzt. Seine Hoffnung, die Schäfchen der Gemeinde noch einmal auf dem Bahnhof zum Abschied zu sehen, vereitelt ein Verbot Peppones. Er hat den Dorfbewohnern die Teilnahme an der Verabschiedung untersagt. Traurig fährt Don Camillo aus der Stadt und findet - ein paar Stationen weiter - seine alte Gemeinde auf dem Bahnsteig. Er wird gebeten, mit seiner Rückkehr nicht lange auf sich warten zu lassen ...

Zwischen 1952 und 1965 entstanden fünf Spielfilme mit dem beliebten wie streitlustigen Duo Don Camillo und Peppone, verkörpert von Fernandel und Gino Cervi. Alle wurden am selben Ort, in der kleinen Stadt Brescello, 30 Kilometer nördlich von Parma, gedreht. Die literarische Vorlage stammt aus der Feder des italienischen Schriftstellers Giovannino Guareschi. Erzkomödiant Fernandel, der 1971 im Alter von 68 Jahren starb, gab der legendären Romanfigur so viel Lebendigkeit, dass viele Menschen glaubten, es handele sich um eine Realfigur. Regisseur Julien Duvivier, der diese erste Komödie mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen inszenierte, drehte im Jahr darauf auch die erfolgreiche Fortsetzung "Don Camillos Rückkehr" mit viel Witz, Hintersinn und Liebreiz. Die späteren Fortsetzungen "Die große Schlacht des Don Camillo", "Hochwürden Don Camillo" und "Genosse Don Camillo" erreichten diese Qualität nicht mehr.

Foto: Kinowelt