Los Angeles zu Beginn der 90 Jahre: Sharon empfindet ihren Telefonistinnen-Job als sehr langweilig. Sie versucht, der Einsamkeit und Eintönigkeit ihres Lebens zu entfliehen, indem sie sich zusammen mit ihrem Freund Vic sexuellen Exzessen mit fremden Paaren hingibt. Ihre innere Leere jedoch kann sie damit nicht überwinden. Eines Tages hört sie von ihren Kolleginnen von einem religiösen Traum, den jene alle in gleicher Form hatten. Darin taucht eine Perle auf - und Gott. Kurz darauf stehen zwei Evangelisten vor ihrer Tür, doch Sharon ist misstrauisch. Nach einem weiteren unangenehmen Abenteuer wird sie empfänglich für Religiosität, für den Glauben an ein Jenseits. Sie schließt sich einer religiösen Gruppierung an, die von dem als Propheten verehrten jungen Mann mit Namen "The Boy" angeführt wird...

Michael Tolkins Filmdebüt behandelt die in Amerika zunehmende Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Erscheinungstormen von Religiosität und dem Glauben an eine metaphysische Macht. Der Versuch der Protagonistin, ihre Leere durch gefühllose Sexualität mit Fremden zu kompensieren, ist in unserer Gesellschaft ein bekanntes Phänomen. Tolkin, der sowohl den Roman als auch das Drehbuch zu dem Erfolgsfilm "The Player" (1992) von Robert Altman lieferte, zeichnet diese Entwicklung in seinem Drama nach. Nach "Dunkle Erleuchtung" inszenierte Michael Tolin 1994 die thematisch verwandte Satire "The New Age". Zu Mimi Leders Kinohit "Deep Impact" (1998) schrieb er das Drehbuch.