Ab 1964 steigt Alfred Willi Rudi Dutschke, von allen nur Rudi Dutschke genannt, zur zentralen Figur der Studentenbewegung auf und wird ihr wichtigstes Sprachrohr – bis er im April 1968 Opfer eines Attentats wird, das ihn aus dem politischen und öffentlichen Leben reißt. Doch Dutschke, der schwere Hirnverletzungen erlitten hatte, rappelt sich wieder auf ...

Regisseur Stefan Krohmer setzt in diesem ausgezeichnet besetzten Dokumentarspiel nicht nur auf Spielszenen, sondern auch auf Archivbilder und Interviews mit Zeitzeugen wie Dutschkes ehemaligen Mitstreiter Bernd Rabehl, dessen engem Freund Gaston Salvatore und Dutschkes Witwe Gretchen, auf deren Biografie "ww.amazon.de/Rudi-Dutschke-hatten-barbarisches-sch%C3%B6nes/dp/3462037471/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1271156343&sr=8-1 Rudi Dutschke. Wir hatten ein barbarisches, schönes Leben" das Drehbuch von Krohmers Dauer-Autor Daniel Nocke ("Mitte 30", "Familienkreise", "Ende der Saison") beruht. So entwarf der Regisseur das Porträt einer beeindruckenden, aber auch zwiespältigen Persönlichkeit, die von Christoph Bach hervorragend verkörpert wird. Dafür wurde Bach 2010 mit dem Deutschen Fernsehpreis als bester Darsteller ausgezeichnet, Dutschke, den Helga Reidemeister schon 1988 in ihrem Dokumentarfilm "Aufrecht gehen - Rudi Dutschke" porträtierte, starb an Heiligabend 1979 im dänischen Århus an den Spätfolgen des Attentats.

Foto: ZDF/Jochen Roeder