Lotti Latrous wurde 2004 als Schweizerin des Jahres gekürt. Der Grund: Sie hat ihr Leben ganz dem Tod gewidmet und eröffnete ein Sterbehospiz für Aidskranke in der Elfenbeinküste. Selbst Mutter von drei Kindern, hat sie ihr altes Leben in Luxus ad acta gelegt und einen neuen Lebensweg eingeschlagen.

Der Titel dieser unglaublich schlechten, weil mit Bildmaterial unter Hobby-Niveau-Dokumentation über eine sicherlich bemerkenswerte Frau folgt einem Zitat der Porträtierten, die sich selbst "die größte Egoistin der Welt" nannte und damit die gesellschaftliche Aburteilung ihrer Person und gleichzeitig die eigenen moralischen Konflikte thematisierte. Filmemacher (wenn man den Regisseur überhaupt so nennen kann) Stephan Anspichler kam durch einen Auftritt bei "Kerner" anlässlich des Welt-Aidstages 2004 auf sein Projekt.

Foto: York Street (Barnsteiner)