Auf einer Party begegnet Pierre der überaus attraktiven Schriftstellerin Elsa. Zwischen beiden funkt es sofort. Doch obwohl sie sich extrem zueinander hingezogen fühlen, wird ihre mögliche Liebe blockiert.

Denn da Pierre in seiner Ehe überaus glücklich ist, kommt für ihn ein Seitensprung nicht in Frage und Elsa bleibt ihrer Devise, sich nicht mit einem Verheirateten einzulassen und dessen Ehe zu zerstören, stets treu. Doch als sich die beiden nach Wochen zufällig wieder begegnen, geht das gleiche gnadenlose Verlangen von vorne los - bis ein winziger Augenblick des Schicksals das Leben beider ändert ...

Eine Geschichte über diverse Möglichkeiten, wie das Schicksal durch "ein Treffen" (so der Originaltitel) ganze Lebensläufe ändern könnte. Was nach einer bittersüßen Romanze der leichten französischen Art klingt, entpuppt sich eher als Was-wäre-wenn-Spiel, indem unterschiedlichen Richtungen vorgegeben werden.

Was sich also vor dem Auge des Betrachters entfaltet, ist eher das, was die Protagonisten träumen, wünschen und gedanklich durchspielen. Dank der großartigen Hauptdarsteller kann man die ein oder andere Wendung zuviel, die Regisseurin, Autorin und Nebendarstellerin Lisa Azuelos hier vollzieht, durchaus verzeihen. So ist dies eher ein Schauspielerfilm über ein Thema, in dem sich fast jeder (zumindest in der ein oder anderen Situation) wiederfinden kann, denn platter Romanzenquark.

Was etwa David Lean 1945 in "Begegnung" konsequent bis zum bitteren Ende erzählt hat, wird hier nur in Vermutungen und Andeutungen angerissen. Gerade diese Leichtigkeit mit dem Spiel der Möglichkeiten sorgt für prickelnde Unterhaltung.