Frühjahr 1945: Johanna strandet mit ihren beiden Kindern und einem Jugendlichen, den sie unter ihre Obhut genommen hat, nach ihrer erfolgreichen Flucht aus Schlesien in einem nordhessischen Dorf. Die "Kartoffelkäfer", wie die Einheimischen die Kriegsflüchtlinge nennen, kommen vielen scheinbar nicht gelegen. Auch Johanna merkt schnell, dass sie alles andere als willkommen sind. Vom grimmigen Pfarrer erfährt sie bald eine ungeheuerliche Geschichte ...

Nach Miguel Alexandres herzzerreißenden Geschichtsdrama "Kinder des Sturms" lässt auch Regisseur Martin Enlen die entbehrungsreiche Nachkriegszeit mit "Ein Dorf schweigt" wieder aufleben. Das Nachkriegsdrama nach dem Buch von Henriette Piper ("Umwege des Herzens", "Der Wunschbaum", "Der Kommissar und das Meer - Näher als du denkst") zeigt, wie schreckliche Kriegserlebnisse die Menschen prägten, die den Neuankömmlingen mit Misstrauen begegneten. Eine schauspielerische Paradevorstellung gibt hier einmal mehr Katharina Böhm, die unter Enlen schon in dessen Regiearbeiten "Gefährliche Gefühle", "Schuld und Rache" und "Eine folgenschwere Affäre" überzeugte.

Foto: ZDF/Volker Roloff