Der herzlose Staranwalt Florian Faber gewinnt einfach jeden Prozess und gefällt sich in der Rolle des kühlen, erfolgreichen Siegers. Als er bei einem schweren Autounfall beinahe umkommt, beginnt er sein Leben zu überdenken. Das kann die impulsive Journalistin Sarah Pohl, die ihn in ihren Artikeln immer wieder provoziert, kaum glauben. Wandelt sich ihr selbstgefälliger Lieblingsfeind tatsächlich zum "weißen Ritter", der für das Recht der kleinen Leute kämpft? Warum verzichtet Florian plötzlich auf sein fürstliches Honorar und vertritt die junge Witwe Elke Linde, die gegen eine große Immobilienfirma prozessiert? Sarahs hartnäckiges Misstrauen wird gründlich enttäuscht: Florian hat tatsächlich ein Herz. Und es schlägt sogar für sie ...

Jorgo Papavassiliou hat sich besonders als Regisseur von Kriminalfilmen einen Namen gemacht, man denke nur an Werke wie "Mörder kennen keine Grenzen", "Es war Mord und ein Dorf schweigt" oder "Liebe unter Verdacht". 2009 inszenierte er nach dem Drehbuch von Ulrich del Mestre, der Francis Fulton-Smith schon die Hauptrolle für das Familiendrama "Vaterherz" (2007) auf den Leib geschrieben hatte, erstmals eine Romanze. Doch diese bleibt immer vorhersehbar, so dass man bereits nach kurzer Zeit glaubt, alles schon einmal gesehen zu haben. Papavassiliou drehte ein Jahr später auch die Fortsetzung "Ein Fall von Liebe - Saubermänner", die jedoch als Komödie angelegt ist.

Foto: ARD Degeto/Marc Meyerbröker